Datenbank HERMES

HERMES informiert über deutschsprachige fachwissenschaftliche Literatur - Aufsätze in Zeitschriften, Beiträge in Sammelwerken, Monographien und Graue Literatur (einschl. unveröffentlichter DDR-Forschungsberichte) - aus den

Fachgebieten

  •     Soziologie
  •     Methoden der Sozialwissenschaften
  •     Politikwissenschaft
  •     Sozialpolitik
  •     Sozialpsychologie
  •     Bildungsforschung
  •     Kommunikationswissenschaften
  •     Demographie
  •     Ethnologie
  •     Historische Sozialforschung
  •     Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

sowie aus weiteren interdisziplinären Gebieten der Sozialwissenschaften, wie z.B. Frauenforschung, Freizeitforschung, Gerontologie, Sozialwesen (s.a. Klassifikation Sozialwissenschaften für HESTIA und HERMES sowie Zeitschriften).

Bestand, Zuwachs und Zugänge

Rund 300.000 sozialwissenschaftliche Veröffentlichungen werden in HERMES mit einer kurzen Inhaltsangabe vorgestellt (Februar 2014). Jährlich kommen 12.000 bis 14.000 neue Nachweise hinzu.
Bei mehr als 6.000 Nachweisen neuerer Veröffentlichungen sind Links zu Volltexten im Web enthalten: Es handelt sich dabei um Artikel in Online-Zeitschriften, um Forschungsberichte - überwiegend aus Institutsreihen -, sowie einige Kongressberichte und Dissertationen.

Der Aufbau der Datenbank erfolgte hinsichtlich der abgedeckten Fachgebiete, der Dokumentarten und der Menge der ausgewerteten Dokumente als dynamischer Prozess. Als erster Bestand wurden 1978 rund 8.000 bibliographische Nachweise zur deutschen Soziologie 1945-1977 aufgenommen. Weitere Gebiete, wie z.B. Arbeitsmarkt- und Berufsforschung oder Kommunikationswissenschaften, werden seit Ende der siebziger bzw. Anfang der achtziger Jahre in Kooperation mit fachlich spezialisierten Einrichtungen in SOLIS erfasst. Die Nachweise Grauer Literatur reichen bis etwa 1977 zurück. In diesem Bereich ist der Abdeckungsgrad wegen der aufwendigen Beschaffungsmaßnahmen jedoch geringer und beschränkt sich im wesentlichen auf Institutsreihen, wie z.B. die Reihen des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Aktiv beschafft und für SOLIS erschlossen wurden nach der Wende bisher nicht veröffentlichte Forschungsberichte der ehemaligen DDR. Die Soziologie der DDR ist damit bislang die einzige des ehemaligen Ostblocks, deren Nachlass systematisch aufbereitet wurde, mit Standortangaben versehen in HERMES recherchierbar und dadurch in Bibliotheken und Archiven ausleihbar ist.

Der jeweils aktuelle Gesamtbestand der HERMES-Datenbank ist zugänglich über die Hosts STN International und GBI oder auf der CD-ROM wiso III bzw. über das GBI wiso-net.

Quellen der HERMES-Bestände

Die Datenbank HERMES wird vom Informationszentrum Sozialwissenschaften in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden, der Freien Universität Berlin - Fachinformationsstelle Publizistik, dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, den Herausgebern der Zeitschrift für Politikwissenschaft und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung hergestellt. Diese Einrichtungen, mit denen das IZ seit vielen Jahren zusammenarbeitet, liefern mit ihrer Dokumentation auf Spezialgebieten etwa 30% des jährlichen Inputs zu SOLIS. Darüber hinaus bestehen Absprachen mit Informationseinrichtungen in Nachbardisziplinen - mit dem Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation in Trier und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt/Main.

Zusätzlich zu den Monographien und Sammelwerken sichtet das IZ gemeinsam mit den Kooperationspartnern zur Zeit rund 350 Zeitschriften hinsichtlich sozialwissenschaftlich relevanter Aufsätze und weist diese in SOLIS nach. Die Liste der Zeitschriften enthält die Zeitschriftentitel (alphabetisch geordnet), die jeweils bearbeitende Stelle und eine Relevanzbewertung für die Sozialwissenschaften.